Wies`n Vorglühen

Ein Oktoberfest-Gedicht

Der Gustl ist schon voller Freud,

denn sie ist da – die Wies`n Zeit!

Damit er recht oft gehen kann,

fängt er heute mit dem Training an.

Quietschvergnügt und jetzt noch munter

schleicht er sich in den Keller runter.

Er zapft das erste Fasser`l an

Und denkt wie schön das Leben sein kann.

Er trinkt und trinkt im kühlen Keller,

bei jeder Maß da wird er schneller.

Und weil er nicht gern trinkt allein,

lädt er noch ein paar Gäste ein.

Ob Tier ob Mensch, arm oder reich,

beim trinken sind doch alle gleich.

Und allen schmeckt`s, das ist doch klar,

gemeinsam trinken das ist wunderbar.

Doch Vorsicht vor zu viel Genuss,

denn irgendwann da ist es Schluss!

Der Gustl fällt von seinem Fass,

und mit ihm auch die letzte Mass.

Der Hund der jault die Katze lallt,

der Vogel von seinem Stangerl fallt.

Der Frosch rülpst laut und stimmt ein Lied an

„Oane i no vertrag`n kannt“

Nur die Maus die kichert leise,

und sagt: „Ich trink auf meine Weise!

Nicht so schnell mit viel Genuss,

so ist bei mir noch lang nicht Schluss.

Und jetzt kann ich, ist das nicht schön,

gemütlich über die Wies`n gehen!

Hinterlasse einen Kommentar